Die Feuerwehrabteilung Schwaibach

Die Schwaibacher Wehr wurde im Jahre 1936 als eigenständige Wehr gegründet. Da damals noch kein Gerätehaus zur Verfügung stand, wurden die Geräte, Handruckspritze und C- Schläuche, in der Scheune der ehemaligen Schule untergebracht.

1945 verbrannte das Schul- und Rathaus mitsamt den Gerätschaften. Von Bohlsbach wurde eine Handdruckspritze geliehen, bis im Jahre 1950 nach einem Brand eine TS 8 angeschafft wurde. In den 60- iger Jahren wurde aufgrund der wachsenden Gemeinde - Verdoppelung der Häuserzahl - zur Erhöhung der Schlagkraft ein Fahrzeug notwendig, das wegen mangelnder Unterbringungsmöglichkeiten jedoch nicht angeschafft werden konnte. So wurde ein Gerätehaus aus eigener Kraft der Wehrleute gebaut, das schließlich am 21.08.1976 zusammen mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug TS 8 - Ford Transit eingeweiht wurde.

Franz Lienhard, Großvater des heutigen Abteilungskommandanten Rainer Lienhard, übernahm als erster das Kommando der Wehr. Es folgte Josef Otter, der aber bald zur Wehrmacht einberufen wurde. 1943 wurde Karl Gmeiner an die Spitze der Wehr gewählt. 1960 bis 1987 war Xaver Müller mit der längsten Zeit von 27 Jahren der Leiter der Abteilung. Danach wurde Albrecht Kuderer Abteilungskommandant, dem, ebenfalls aufgrund altersbedingter Aufgabe, 1992 der heutige Abteilungskommandant folgte.

Im Jahre 1978 erfolgte im Rahmen der Gemeindereform der Zusammenschluss der Feuerwehren Bermersbach, Reichenbach und Schwaibach zur Feuerwehr Gengenbach. 1986 konnte die Abteilung Schwaibach das 50- jährige Jubiläum feiern. Die Ausrüstung der Abteilung Schwaibach bestand bis Ende 1993 aus dem Tragkraftspritzenfahrzeug TS 8 sowie als Leihgabe der Feuerwehr Gengenbach aus einem Atemschutzgerätefahrzeug.

Die Abteilung Schwaibach mit Abt.- Kommandant Rainer Lienhard


Bau des Feuerwehrgerätehauses in Eigenleistung als Zeichen bürgerschaftlicher Verantwortung

Durch die Anzahl der Brände, die zu bekämpfen war, und der Notwendigkeit einer besseren Effizienz wurde dann ein Fahrzeug mit Löschwasservorrat angeschafft. Das TSF/W mit einem Wassertank von 500 l wurde im Jahre 1994 eingeweiht. Zusammen mit dem 1976 erstandenen Ford Transit sind dies bis heute die Fahrzeuge, die in Schwaibach im Einsatz sind. Sie haben die Schlagkraft der Abteilung, wie sich in mehreren Einsätzen herausstellte, wesentlich erhöht. Im gleichen Zug wurde der Ausbau des Feuerwehrgerätehauses 1995 wieder aus eigener Kraft der Feuerwehrleute fertiggestellt.

1989 lernte Eduard Zollinger den Bürgermeister von Niederherchheim, Elsass, kennen. In der Folge entstand unter Mitwirkung des damaligen Ortsvorstehers von Schwaibach eine Partnerschaft zwischen den Wehren beider Orte. Die Stärke der Wehr beläuft sich zur Zeit auf 24 Mann sowie 4 Feuerwehranwärtern. Einsätze: Neben zahlreichen Einsätzen bei Hochwasser, Kaminbränden, Ölunfällen und weiteren technischen Hilfeleistungen sind folgende Brandeinsätze hervorzuheben: 1941 Bauernhaus Albert Braun in Schwaibach durch Blitzschlag, 1950 Bauernhaus Göppert in Schönberg durch Brandstiftung, 1966 Bauernhaus Gießler in Dantersbach durch Überhitzung des Kamins, 1986 Waldbrand Josef Zapf im Schwaibachtal, 1988 Brand an der Kinzigbrücke Schönberg, 1993 Brand E. Gmeiner in Hüttersbach, 1993 Brand Familie Schön in Bergach durch technischen Defekt, 1995 Großbrand Finkenzeller in Schwaibach durch Brandstiftung, 1996 Großbrand Müller Bergach durch technischen Defekt und 1996 Großbrand in der Brückenhäuserstraße in Gengenbach. Daneben waren noch kleinere Wald- und Flächenbrände zu bekämpfen.